Krieg der Welten [Blu-ray]
~Darsteller: Tim Robbins, Tom Cruise
(449 Rezensionen) |
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Darsteller: Tim Robbins, Tom Cruise
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basierend auf 449 Rezensionen
ASIN: B003D36SZ2
EAN: 4010884259902
Erscheinungsdatum: 14.05.2010
Verkaufsrang: 5555
Publisher:Paramount Home Entertainment
Studio: Paramount Home Entertainment
Label: Paramount Home Entertainment
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren
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Steven Spielberg wird es nicht los, das Kind im Manne. Obwohl der zweifache Oscar-Preisträger seit gut fünfzehn Jahren als anspruchsvoller Regie-Großmeister anerkannt ist und er es war, der mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) und E.T. (1982) als Erster Außerirdische in einem Blockbuster-Film als friedvoll, freundlich gesinnt und geradezu knuddelig lieb darstellte, gönnt sich der Gründervater des Popcorn-Kinos auf seine alten Tage einen Ausflug zurück in seine fantasievolle Jugend, und erfüllt sich mit der Neuverfilmung von H.G. Wells' Science-Fiction-Klassiker "Krieg der Welten" einen Kindheitstraum. Da sind die Außerirdischen endlich auch bei Spielberg eine fast gesichtslose, durch und durch böse Bedrohung, die die gesamte Menschheit auslöschen will. Das wiederum ist alles andere als kindertauglich, denn die unaufhaltsam durch die Straßen marschierenden, dreibeinigen Alien-Maschinen pulverisieren wortwörtlich binnen Sekunden alles, was ihnen vor die hochentwickelte Laser-Flinte kommt.
Krieg der Welten erzählt die Geschichte einer außerirdischen Invasion konsequent aus der Perspektive eines Familienvaters (Tom Cruise), der im apokalyptischen Chaos verzweifelt versucht, seine Kinder lebendig durchzubringen. Darum sieht man auch keine großen Militärs, keine Reden schwingenden Präsidenten und keine brillant koordinierten Gegenschläge - nur pure Panik und Hysterie. Wer die weltberühmte Vorlage von H.G. Wells kennt, weiß auch, dass es ohnehin nicht die Menschen sind, die am Ende die außerirdischen Invasoren besiegen. Getreu des Buchs ist Krieg der Welten deshalb auch kein Popcorn-Film mit hoher Baller-Quote, sondern ein ernsthaftes Endzeit-Drama, das seine konsequente Spannung aus der äußerst nachvollziehbaren, nackten Überlebensangst des Mannes von der Straße bezieht. Also doch ein ganzes Stück erwachsener, als man es vom ewigen Kind Spielberg vielleicht erwartet hätte. -- Frank-Michael Helmke
Kundenrezessionen und Meinungen für :
22 von 24 fanden diese Bewertung hilfreich.
Krieg der Kritiker!
Nun, ich habe mir jetzt alle Rezensionen durchgelesen die über diesen Film geschrieben worden sind. Einige Kritiken, (wie die von da-Physiker) sind begründet, andere lächerlich (wie die von Ziethman oder DhCritiks).
Der Film hat definitiv Logikfehler, ja! Auch ich war enttäuscht vom Schluss, als Mikroorganismen dem Krieg ein Ende bereiteten.
Aber alles davor, ist (zum größten Teil) ein Wahnsin. Was wollte Spielberg hier? Auf keinen Fall Popkornkino. Er wollte uns fühlen lassen, wie es ist solch einem übermächtigen Feind gegenüberzustehen. Wäre unser Gebärden wirklich anders als im Film?
Panik, Leid, Tote, Horror, Verluste eigener Familienmitglieder. Wie würdet ihr hier reagieren? Besonders die Szene als der Familie das Auto genommen wurde..., etwas derart Erschütterndes hat man selten gesehen.
Man kann vieles am Film kritisieren, aber sicher nicht die Leistungen der Schauspieler. Besser wäre es gar nicht mehr gegangen.
Auch die Kritiken über die Spezialeffekte verstehe ich nicht. Sie sind sehr überzeugend, auf jeden Fall! Natürlich gibt es hier kein großes Kabum. Wie ich bereits sagte, dies ist kein Popkornkino.
7 von 8 fanden diese Bewertung hilfreich.
Tatsächlich ein guter Film
Die meisten Kritiken zu KRIEG DER WELTEN triefen vor Enttäuschung, deplatziertem Antiamerikanismus und Hasstiraden auf das Hollywood-Establishment um Steven Spielberg und Tom Cruise.
Die Mehrzahl der Zuschauer kennt die Romanvorlage oder die erste Verfilmung, d. h. die Geschichte, wahrscheinlich noch nicht. Insofern sollte man der Enttäuschung, die in vielen Rezensionen vorgebildeter Kenner klar erkennbar ist, gelassen entgegen treten.
Die einzige Szene, die mir persönlich zu "amerikanisch" war, spielte vor Ray Ferriers Haus: Wie es scheint, wurden sämtliche Baukastenhäuser dieser nicht ganz so noblen Gegend direkt mit ewig strahlender USA-Flagge neben der Haustür erbaut...
Und das Hollywood-Establishment? Für einen klassischen Happy-End-Film bewegen sich die drei Hauptcharaktere erstaunlich lang ziemlich nah an der unfreundlichen Version der Realität.
Genug zu Vorurteilen und 1-Stern-Bewertungen. Was ist das für ein Film? Leiblicher Vater, Tochter und Sohn einer getrennten Familie sind auf der Flucht vor attackierenden Aliens. Vorn herum halten Fluchtverhalten, Effekte und Action den Film zusammen. Mich persönlich hat jedoch die so unaufdringlich gezeichnete und dennoch deutlich erkennbare Familiensituation beeindruckt: Auch (oder gerade) im Zuge der Alien-Invasion geht hier keine glückliche Sippe Hand in Hand durch Dick und Dünn. Ein ratloser Vater übernimmt die Führung eines verzogenen, unkontrollierten Sohnes und einer ihm völlig fremden, auf die Mutter fixierten Tochter.
Ein großer Pluspunkt auch das, was auf dem Bildschirm ankommt: Es dominieren einfache, aber deutliche Bilder und tolle Kulissen/Landschaften, die gleichermaßen düster und farbenfroh sind. Saubere Kameraführung und Schnitt. Außerirdische, die zwar recht klassisch daherkommen, dafür aber glücklicher Weise nicht in Schleimspuren baden. Soll heißen: Außerirdische klassischer Machart in guter Umsetzung und vor allem in Hinsicht auf die technische Ausstattung coolem Design (z. B. das Angriffstrompeten).
Die Schauspielerische Leistung liegt ebenfalls im grünen Bereich. Musik und Technik fallen (zumindest mir) nicht negativ auf.
Störend: Ein kitschiges, fast schon unmögliches Happy End. Diverse kleine Logikfehler (z. B. EMP und Strom). Und aus welchem Grund die Außerirdischen erst ihre Kampfausrüstung in der Erde vergraben, um sie dann Jahrmillionen später zwecks Eroberungsfeldzug aus der Versenkung zu holen, habe ich auch noch nicht herausgefunden.
Wer sich also damit begnügen kann, die Invasion aus Sicht einer Familie zu verfolgen und außerdem Freude an stimmigen Bildern hat, ist mit dem Film gut bedient. Kritisch wird es erst, wenn man partout nicht über beschwingte Happy End-Umarmungen und deutliche Logikfehler hinwegsehen kann - was durchaus verständlich ist. Ich konnte es und war zufrieden.
3 von 3 fanden diese Bewertung hilfreich.
Super Spezialeffekte aber nervige Logiklöcher
Erstmal fand ich den Film recht solide - gute Unterhaltung für den Abend.Begeistert hat mich die Non-Stop Action und die wirklich gut gemachte Spannung, sowie die Specialeffekts, die fast im Minutentakt fließen. Die Story, die von einem Roman abgeleitet ist, wurde richtig gut erzählt.
Leider haben mich die vielen Logiklöcher gestört. So ist es für mich doch unglaubwürdig wenn Cruise und seine Familie jede noch so auswegslose Situationen meistern. Wer will ich an dieser Stelle aber nicht veraten.
Zudem scheint mir das Ende recht lieblos. Überall auf der ganzen Welt, das wird auch im Film gesagt, herrscht Krieg. Stampfende Maschinen überall, verwüstete Landschaften wohin man blickt und auf einmal ist alles vorbei - die Familie findet sich gesund und munter wieder. Ende gut alles gut. Zum Glück werden dann noch ein paar Schlussworte abgegeben, die versuchen dieses Ereignis zuklären.
Mir war das zu wenig - da hätte man mehr draus machen können.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, das man auch die anderen Kontinente zeigt um die Ausmaßen noch bedrohlicher zu zeigen. Aber das ist nun mal Amerika, die sich lieber nur von ihrer Seite zeigen.Auf jeden Fall würde ich diesem Film weiter empfehlen - ein Fernsehabendkiller ist es auf jedem Fall nicht.
12 von 14 fanden diese Bewertung hilfreich.
Was soll mir dieser Film nahelegen?
Spielberg ist ja dafür bekannt, dass zwischen Perlen der Filmgeschichte immer wieder (leider) auch missratene Filmchen aus seinen Produktionsstudios kommen. Dieser Film fällt für mich leider in diese Kategorie.
Ich sehe ihn nicht ganz so negativ wie andere Rezensenten, bei weitem nicht. Man kann ihn ganz anschauen ohne schreiend wegzulaufen. Aber wenn man es dann bis zum Ende geschafft hat steht man auf, lässt die letzten Bilder noch einmal auf sich wirken (wobei man sagen muss, dass in dieser Hinsicht der Film sehr gewaltig ist, positiv!) und dann stellt sich dieses leere, fragende Gegühl ein: Was wurde mir gerade Versucht zu sagen, in wiefern hat mich dieser Film berührt? WO ist die Story gewesen?
Die Caractere in diesem Film sind einem relativ schnell einfach nur egal und eine wirkliche gute Handlungsfolge gab es auch nicht. Auch die Reaktionen und Beweggründe der Caractere im Film erschienen mir einfach nur unlogisch teilweise.
Wenigstens wurden wir am Schluss von einer rührenden Familien-Wiedervereinigungs-Szene à la Independence Day oder Air Force One, verschont. Danke Mr Spielberg
36 von 41 fanden diese Bewertung hilfreich.
Bedrückend, verstörend, genial
Welles' Version von 1898 benötigte für das massentaugliche Hollywoodkino selbstverständlich eine Modernisierung. Deswegen greifen die Marsmenschen, die hier keine Marsmenschen sind, nicht England, sondern die USA an. Auch versuchen weniger Kanonen als vielmehr Panzer, Helikopter und Flugzeuge das anbahnende Armageddon zu bekämpfen, um wie im Vorbild dramatisch zu scheitern.
Doch zur eigentlichen Geschichte: Spielberg ging das Wagnis ein, sich allein auf Ray Ferrier zu konzentrieren. Keinerlei Abschweifungen zu anderen Personen sind zu finden, kein Präsident, kein Minister, kein General. Einzig Ferrier, der sich und seine Kinder zu schützen versucht und kaum etwas vom allumfassenden Hintergrund mitbekommt.
Das Wagnis gelingt. Der Zuschauer wird voll in das Chaos hineingezogen, das sich um Ferrier herum entwickelt und kann eine sehr persönliche Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, ein Vorgang, der durch das gelungene Drehbuch noch erleichtert wird. Hochspannend und dramatisch entwickelt sich die Geschichte; nach kaum zehn Minuten beginnt die Invasion bereits, alle Charaktere sind vorgestellt.
An dieser Stelle muss ein Warnhinweis an jeden stehen, der vorhat, sich diesen Film anzusehen: wer Action und Untergangskino à la „Independence Day" erwartet, sollte einen weiten Bogen machen. Er wird enttäuscht werden. Hier wird ein Weltuntergang zelebriert, der in seiner Ernsthaftigkeit verstörend und faszinierend zugleich ist. Spielberg verabschiedet sich brachial von „Unheimliche Begegnung der Dritten Art" oder „E.T.". Der Film beschreibt in den gewaltigsten Bildern der Filmgeschichte den Genozid an der Menschheit. Mittendrin ist ein Einzelschicksal, herausgegriffen wie zufällig aus der Masse, an dessen Erlebnissen sich die Handlung aufhängt. Trauer, Schmerz und Verlust kennzeichnen die gesamte Handlung.
Doch das wirklich schockierende sind die Bilder. War schon „Schindlers Liste" beeindruckendes Gefühlskino, so werden die Metaphern hier erst richtig ausgepackt. Nach dem ersten Angriff der Dreibeine, deren tödliche Strahlen die Menschen nicht eklig zerlegen, sondern geradezu mit maschineller Effizienz in Asche verwandeln ist Cruise über und über eingestäubt. Die Panik in seinen Augen, seine Gesten und die Bilder lassen unwillkürlich an das amerikanische Trauma des 9/11 oder den Holocaust erinnern, Geschehnissen, zu denen Spielberg persönlichen Bezug hat, Szenen, wie sie unterschwellig immer wieder auftauchen. Sie sind es, die dem Film die brutale und schockierende Ernsthaftigkeit verpassen, der ihn eigentlich völlig untauglich zum Kassenschlager macht - der er wegen der Werbekampagne trotzdem werden wird.
Solche Bilder tauchen dabei ein ums andere Mal auf. Sensiblere Gemüter sollten sich wirklich schwer überlegen, ob sie sich den Film antun wollen, denn Spielberg lässt emotionale Wucht schonungslos auf den Zuschauer einprasseln.
Definitiv ist dieser Film kein Unterhaltungsfilm, er schlägt nicht in die Sparte „The day after tomorrow" oder „Independence Day". In seiner Radikalität ist er allenfalls mit „Mars attacks!" zu vergleichen, der Persiflage des Themas. Gerade das zeigt, wie die Sache gelagert ist.
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